Antikapitalismus – n i g r a https://nigra.noblogs.org anarchistisch / optimistisch / dunkelschwarz Thu, 27 Aug 2026 18:21:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 https://nigra.noblogs.org/files/2017/08/cropped-still-loving-linksunten-32x32.png Antikapitalismus – n i g r a https://nigra.noblogs.org 32 32 Neuigkeiten zu den Repressionen gegen Autistici/Inventati https://nigra.noblogs.org/post/2026/08/27/neuigkeiten-zu-den-repressionen-gegen-autistici-inventati/ Thu, 27 Aug 2026 18:21:43 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=4062 Weiterlesen ]]> Inzwischen gibt es eine kämpferische Stellungnahme von A/I zu den Sanktionen durch das US-Regime. Hier eine mit deepl.com erstellte Übersetzung:

Heute wurde uns bekannt, dass die US-Regierung ein kleines, von Freiwilligen geführtes Technologie-Kollektiv aus Italien mit unverhältnismäßigen Sanktionen belegt hat, wie jede*r in der Erklärung des Finanzministeriums, der Erklärung des Außenministeriums und der dazugehörigen Durchführungsverordnung nachlesen kann.

Wir weisen alle in den Erklärungen enthaltenen Vorwürfe zurück und bekräftigen gleichzeitig nachdrücklich unser Engagement, eine Plattform mit Werkzeugen zur digitalen Selbstverteidigung bereitzustellen, die dem Bedarf an freier Kommunikation für Aktivisten sowie andere Einzelpersonen, Gruppen und Vereinigungen gerecht wird.

Wir werden nicht nachgeben, wir werden weiterhin das tun, was wir all die Jahre getan haben, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um den falschen Anschuldigungen einer politisch verzweifelten Regierung entgegenzuwirken, deren einzige Absicht darin besteht, die Aufmerksamkeit der Menschen und der Medien von ihrer eigenen Gewalt und Kriegstreiberei abzulenken.

Antifaschismus und Antikapitalismus sind kein Terrorismus. Protestieren ist kein Terrorismus. Und jede*r hat das Recht, seine*ihre Stimme zu erheben und für die Menschlichkeit zu kämpfen.

Collettivo Autistici / Inventati — „Socializzare saperi senza fondare poteri“

Bleibt menschlich


Ein langer, ausführlicher, englischer Text zur Repression gegen das Tech-Kollektiv Autistici/Inventati durch das US-Regime ist heute auf wewillfreeus.org erschienen:

„The Server Called Paranoia: Defend Autistici/Inventati Before September 25“

Er erzählt spannend die Geschichte des Kollektivs: die technischen Anfänge, Indymedia Italien, den G8 Gipfel in Genua 2001 und vergangene Repressionen. Und, was er vor allen Dingen tut: Er gibt Einzelheiten zu den möglichen Auswirkungen der Repression und macht konkrete Vorschläge, was unsere solidarischen Antworten sein können.

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Autistici/Inventati auf der US-Sanktionsliste https://nigra.noblogs.org/post/2026/08/26/autistici-inventati-auf-der-us-sanktionsliste/ Wed, 26 Aug 2026 18:33:20 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=4057 Weiterlesen ]]>

Das US-Regime unter dem Faschisten Trump bzw. das US-Finanzministerium holt zu einem weiteren Schlag gegen linke Organisierung aus und setzt neben Palestine Action und Masar Badil das italienische Tech-Kollektiv Autistici/Inventati auf die Sanktionsliste. Begründet wird dies damit, dass das Kollektiv internationalen und us-amerikanischen linken Gruppen, besonders „der“ Antifa, mit ihrer technischen Diensten „extrem linken Terrorismus“ ermögliche.

Das heißt, dass A/I von allen finanziellen Diensten ausgeschlossen ist, die us-amerikanische Unternehmen anbieten. Auf ihrer Website unter „Donate“ sieht mensch, dass es dort die Möglichkeiten gibt, per Kreditkarte (also Mastercard oder Visa: beides US-Konzerne) und PayPal (auch ein US-Konzern, gegründet von den Faschisten Thiel und Musk) zu spenden. Aber auch ganz normale Banküberweisungen können betroffen sein, wenn – wie im Fall der Roten Hilfe letzten Winter – das US-Regime Druck auf die in Belgien sitzende Organisation SWIFT ausübt und in Folge dessen die Konten geschlossen werden.

Ich nutze den Blog-Dienst noblogs.org von A/I seit vielen Jahren, genauso wie viele andere anarchistische Genoss*innen und Gruppen. Ich habe eine Emailadresse bei A/I und auch die anderen Dienste habe ich über die Jahre immer wieder genutzt. A/I ist eines von einer Hand voll linken und anarchistischen vertrauenswürdigen Tech-Kollektiven, die es Menschen wie mir ermöglichen, mich jenseits der durchgeknallten, von Hetz-Algorithmen getriebenen Fascho-Tech-Diensten im Netz zu bewegen und kommunizieren. Die Genoss*innen von A/I haben meine volle Solidarität und ich hoffe, dass die Repression ins Leere läuft.

Bisher habe ich noch keine offizielle Reaktion von A/I gefunden. Ich bin gespannt, wie sie darauf reagieren. Ihr könnt ihnen auf Mastodon (https://mastodon.bida.im/@cavallette) folgen oder ihren offiziellen Blog lesen.

Wer das Tech-Kollektiv finanziell unterstützen will, kann das noch hier tun: https://www.autistici.org/donate

Solidarität mit Autistici/Inventati!
Gegen Trump und seine Fascho-Meute!
Für die Anarchie!

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„Die menschengemachte Klimakatastrophe ist da: Wir leben mittendrin.“ – 2. Autonome Kunstausstellung auf der Passerelle in Kehl https://nigra.noblogs.org/post/2026/06/26/die-menschengemachte-klimakatastrophe-ist-da-wir-leben-mittendrin-2-autonome-kunstausstellung-auf-der-passerelle-in-kehl/ Fri, 26 Jun 2026 06:21:44 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=3968 Weiterlesen ]]> Anonyme Künstler*innen eröffneten am 24. Juni auf der Fußgänger*innen- und Fahrradbrücke Passerelle auf der deutsch-französischen Grenze zwischen Kehl und Strasbourg die zweite autonome Kunstausstellung diesmal zum Thema „Die menschengemachte Klimakatastrophe ist da: Wir leben mittendrin.“.

26 Bilder – Gemälde, Zeichnungen und Collagen – drücken auf sehr unterschiedliche Weise Gefühle zur allgegenwärtigen Klimakatastrophe aus. Ein Einführungstext auf Deutsch, Englisch und Französisch setzt das Ganze in Beziehung zur Gesamtscheiße:

Die menschengemachte Klimakatastrophe ist da: Wir leben mittendrin.

Der mächtigste Mann der Welt bezeichnete die Klimakatastrophe in der UN-Vollversammlung im Herbst 2025 als „den größten Betrug, der jemals an der Welt begangen wurde“.

Hier und heute, wo wir diese Bilder am 24. Juni inmitten einer der heftigsten Hitzewellen Europas auf der Passerelle aufhängen, fragen wir uns, was wir noch alles von den Mächtigen der Welt ertragen müssen. Denn der Faschist Trump ist nicht allein. Nicht nur er will weiter nach Erdöl bohren, Erdgas fördern und munter die Zukunft der Welt verheizen. Nicht nur er will weiter ungehindert die Ressourcen der Erde ausbeuten und Reichtümer anhäufen. Nicht nur er will weiterhin mit Privatjets und Luxusjachten um die Welt jagen. Nicht nur er will weiterhin hemmungslos Tiere ausbeuten und Regenwälder für Futtermittelanbau niederbrennen. Nicht nur er will weiterhin seinen Diesel verbrennen und die Freiheit auf den Autobahnen für sich in Anspruch nehmen. Nicht nur er will generative KI mit ihren Rechenzentren bis zum Overkill treiben. Die Regierungen der EU und besonders die Deutschlands tun alles, um Trump nachzueifern. Merz, Reiche und Co. sind keinen Deut besser: Sie scheißen auf dich und mich, auf uns alle. Wachstum und Profite gehen ihnen über alles. Sie geben einen Dreck auf die Menschen um sie herum und die, die noch nach ihnen kommen werden. Der Kapitalismus ist ein Todeskult und die Mächtigen sind seine Priester*innen.

Mit diesen Bildern bringen wir unsere Gefühle zum Zustand der Welt zum Ausdruck. Andere zünden Teslas an, sprengen eine Bank in die Luft oder besetzen Bäume und Kohlebagger.

Es braucht uns alle.
Die Grenze verläuft nach wie vor zwischen unten und oben.
System change, not climate change.
Nieder mit dem Kapitalismus.

[zum Vergrößern, Fotos anklicken]

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Grenzenlose Solidarität! Das war die Dreiländereckdemo in Basel und Weil am Rhein https://nigra.noblogs.org/post/2026/05/01/grenzenlose-solidaritaet-das-war-die-dreilaendereckdemo-in-basel-und-weil-am-rhein/ Fri, 01 May 2026 11:01:57 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=3932 Weiterlesen ]]>

600 Menschen aus Frankreich, Schland und der Schweiz zeigten am 18. April in den Straßen Basels und Weil am Rhein ihre Solidarität mit Geflüchteten und der Festung Europa den Mittelfinger.

Menschenrechte, Bewegungsfreiheit und das Recht auf Asyl werden weltweit immer weiter eingeschränkt und teilweise generell in Frage gestellt. Betroffene, Flüchtende und Geflüchtete werden von allen Seiten bedrängt und angegriffen, sei es per Gesetze (siehe GEAS), durch Hetzreden von der AfD oder körperlich von Nazis und anderen Menschenfeind*innen. Rassismus hat Hochkonjunktur und der Kampf gegen ihn ist wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen die Gesamtscheiße.

So folgten über 600 Menschen, betroffene und solidarische Menschen dem Aufruf zur Dreiländer-Aktion für grenzenlose Solidarität. Gestartet wurde von zwei Orten aus: Dem Badischen Bahnhof im schweizerischen Basel und dem Bahnhof im deutschen Weil am Rhein. Hier trafen sich jeweils ca. 300 Menschen, um sich dann am Grenzübergang Otterbach zu einer gemeinsamen Demo zu vereinen. Der schweizer Demozug machte einen Zwischenhalt am Abschiebeknast Bässlergut, wo gesungen und Parolen für die sich im Hungerstreik befindenden Gefangenen gerufen wurden. Das kam hörbar gut an bei den eingeknasteten Menschen. Am Grenzübergang zeigte sich dann auch hautnah, was Grenzen für viele Menschen bedeuten und welchesPrivileg der „richtige“ Pass ist: Da die Demo in der Schweiz weitergehen sollte, mussten viele Menschen aus Schland ohne diesen Pass einen anderen Weg zur Abschlusskundgebung im Rheinpark in Weil am Rhein in Schland wählen: Zu groß war die Gefahr von Repression durch schweizer Bullen. Als die Demo später dann wieder zurück nach Schland in Richtung Rheinpark ging, mussten Betroffene aus der Schweiz zurückbleiben, da sie hierfürnicht den „richtigen“ Pass hatten.
Die bunte und durchgehend laute Demo endete im Rheinpark in Weil am Rhein, wo gechillt und den letzten Redebeiträgen gelauscht wurde.

Sehr hörenswerte Redebeiträge und Tonschnipsel findet ihr hier bei Radio Dreyeckland.
Viele Presse- und Medienbeiträge findet ihr hier bei Aktion Bleiberecht Freiburg.

No border, no nation!
Für freies Fluten!
Für die Anarchie!

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„Jin Jiyan Azadi! Feministische Kämpfe International Verteidigen!“ Das war die Demo am 8. März in Freiburg https://nigra.noblogs.org/post/2026/03/11/jin-jiyan-azadi-feministische-kaempfe-international-verteidigen-das-war-die-demo-am-8-maerz-in-freiburg/ Wed, 11 Mar 2026 09:05:08 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=3903 Weiterlesen ]]>

Mehrere tausend Menschen gingen am Internationalen feministischen Kampftag in Freiburg gegen das weltweite Patriarchat auf die Straße. FLINTA* und Verbündete machten lautstark und allen Widerständen zum Trotz gut gelaunt deutlich, dass Männerherrschaft tödlich ist für Menschen und den gesamten Planeten.

Der Platz der alten Synagoge in Freiburg war prall gefüllt. Bis hoch zum Theater saßen und standen tausende von Menschen (ich hab leider keine anderen Berichte zur Demo und der Teilnehmer*innenzahl gefunden), die dem Aufruf gefolgt waren. Der Schwerpunkt der Demo sollte auf Kurdistan, Rojava und Rojhilat liegen. Zum Auftakt hielten Verschiedene Gruppen und Einzelpersonen Reden zu Kurdistan aber natürlich auch zu einigen anderen Themen (ich habe leider nicht alle Namen und Reden richtig verstanden, da die Umgebungslautstärke groß und der Lauti teilweise zu leise war. Alle folgenden Fehler gehören mir. Scheinbar kann mensch das alles auf dem Instagram-Account des Demobündnisses nachlesen. Da ich das nicht kann und will, müsstet ihr euch selber bemühen.): Das Frauenkollektiv Freiburg sprach zum Patriarchat und feministischen Kämpfen. Der Kurdische Frauenrat Freiburg machte deutlich, wie wichtig die Revolution in Rojava für den Feminismus und die ganze Welt ist. Die Person von Students for Palestine ließ mich ein wenig ratlos zurück, da ich ihrer Ausführung zum Massenmorden Israels in Gaza nicht ganz folgen konnte: Sie sprach, als ob in Gaza vor dem Krieg ein queeres Friede-Freude-Eierkuchen-Kollektiv gelebt hätte, das jetzt von der IDF durch deren Bombenterror zerstört worden wäre. Natürlich wurden und werden in Gaza auch FLINTA* getötet. Aber nicht, weil sie FLINTA* sind, sondern weil sie in Gaza leben. FLINTA* und andere Menschen, die nicht in das islamo-faschistische Menschenbild der Hamas passen, wurden vor dem Krieg gezielt von eben dieser unterdrückt und ermordet, weil sie FLINTA*, schwule Männer und Andersdenkende waren. Eine Person aus Afghanistan rief dazu auf, die Frauen in Afghanistan nicht zu vergessen. Zwei Personen sprachen zur völlig unterschätzten Frauen*-Krankheit Endometriose und forderten, diese ernst zu nehmen und Solidarität mit Betroffenen zu zeigen. Eine Person sprach zu ME/CFS, wovon hauptsächlich Frauen betroffen sind und wie diese allein gelassen werden. Zwei Personen sprachen in Vertretung für Black Radicals und bezogen sich auf den Schwarzen Abolitionisten Frederick Douglass. Zwei Personen von Tadamun verlasen ein Gedicht zu Gaza über den Schmerz, von Eltern, die ihre toten Kinder aus den Trümmern bergen müssen. Eine Person von ROSA – Rolling Safespace erzählte von den speziellen Widrigkeiten, denen FLINTA* auf der Flucht ausgesetzt sind und wie sie unterstützt werden können.

Gegen 17:30 Uhr machte die Demo sich auf den Weg: Es war die kämpferischste, bunteste, lauteste und gut gelaunteste Demo, auf der ich seit langem war. Es ging wohl vielen so wie mir: Wir freuten uns einfach, dass so viele Menschen an diesem wichtigen Tag gemeinsam, trotz inhaltlicher Differenzen, auf die Straße gingen und zumindest eine Forderung hatten, die sie verband: Das Patriarchat muss zerstört werden! Überall.
Unzählige Flaggen, Transparente, Schilder, Sprechchöre, Parolen, Sticker und eine Trommelgruppe zeigten verschiedenste feministische Haltungen, Themen und Forderungen. Es machte großen Spaß, da mitzulaufen und tat im Angesicht der globalen Abwärtsspirale einfach gut. An der Gerhard-Graf-Sporthalle in der Friedrich-Straße regten sich die Bullen kurz auf: Aktivist*innen hatten es gewagt, das eingerüstete Gebäude für einen Bannerdrop zu nutzen und ein wenig Feuerwerk und einen Rauchtopf zu zünden. Bullengewalt hat es hierbei nicht gegeben. Haha, Scherz. Natürlich wurden die Bullen gewalttätig, beim Versuch, die Aktivist*innen zu erwischen und solidarische Menschen zurückzudrängen. Bullenbusiness as usual.
Als sich die Situation wieder beruhig hatte, zog die Demo weiter über den Rotteckring zurück zum Platz der alten Synagoge.
Das Ende der Demo habe ich leider verpasst, da die Bahn nicht bereit war, für uns einen Sonderzug nachhause einzurichten. So mussten wir uns nach dem beknackten Fahrplan der Bahn richten und Richtung Bahnhof gehen.

Jin Jiyan Azadi!
Hoch lebe die YPJ!
Das Patriarchat zu Klump schlagen!
Für die Anarchie!

[Fotos zum Vergrößern anklicken]

[Ich habe einige Seiten nicht verlinkt, da sie nur Instagram-Accounts sind. Alle in’s Fediverse!]

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Nieder mit den Tech-Bro-Algorithmen, hoch mit dem Fediverse! https://nigra.noblogs.org/post/2026/02/18/nieder-mit-den-tech-bro-algorithmen-hoch-mit-dem-fediverse/ Wed, 18 Feb 2026 10:02:41 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=3880 Weiterlesen ]]>
Banner der About-Seite von kolektiva.social

Ich war ja nie in irgendwelchen digitalen „sozialen“ Netzwerken (Facebook, Instagram, Twitter etc.) unterwegs, da ich sie von Anfang an suspekt fand. Meine Abneigung wurde von Jahr zu Jahr, von Datensammelskandal zu Datensammelskandal und von globaler Krise zu globaler Krise mit immer mehr Argumenten unterfüttert. Zentralisierte Online-Dienste, angetrieben von
intransparenten, kapitalistischen Hetzalgorithmen in den Händen von neoliberalen, marktradikalen Silicon-Valley-Fascho-KI-Tech-Bros? Das kann ja nicht gutgehen.

Nun treibe ich mich als Verfechter von Freier Software und Anhänger des Föderalismus von unten schon länger auf verschiedenen Plattformen des Fediverse herum und habe mir letztes Jahr dann auch einen Account als nigra auf dem anarchistischen Server kolektiva.social angelegt. Das macht Spaß, ich treffe Gleichgesinnte und bekomme viele Nachrichten aus aller Welt zu Themen, die mich interessieren mit, ohne dass mir ein verkackter Hetzalgorithmus vorschreibt, was ich zu lesen habe.

Hier könnt ihr mich finden: https://kolektiva.social/@nigra

Für ein freies Internet!
Hetzalgorithmen und generative KI in die Tonne kloppen!
Kommt ins Fediverse!
Für die Anarchie!

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Feminizide stoppen – die Frauenrevolution in Rojava verteidigen: Demo am 31. Januar in Freiburg https://nigra.noblogs.org/post/2026/01/30/feminizide-stoppen-die-frauenrevolution-in-rojava-verteidigen-demo-am-31-januar-in-freiburg/ Fri, 30 Jan 2026 18:14:33 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=3869 Weiterlesen ]]>

[Originalbeitrag auf tacker.fr] Vor mehr als 12 Jahren begab sich die kurdische Bevölkerung im Norden Syriens mit der sogenannten Rojava-Revolution auf den Weg ein demokratisches Gesellschaftsmodell umzusetzen. Über die Jahre bauten sie ein demokratisches Rätesystem nach den Ideen des Demokratischen Konföderalismus auf. In diesem organisiert sich nun die Gesellschaft auf allen Ebenen selbst. Die Menschen der Region schufen aus ihrer Vielfalt verschiedenster sozialer, kultureller und religiöser Gruppen eine gemeinsame Kraft und gründeten zusammen die heutige Demokratische Selbstverwaltung der Region Nord- und Ostsyrien. Seit Beginn haben Frauen im gesamtgesellschaftlichen Neuaufbau eine Vorreiterinnenrolle gespielt. Die Befreiung der Frau wurde in das Zentrum des Kampfes für ein freies Leben, eine freie Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben gestellt. So etablierten die Frauen ein autonomes Frauensystem als Teil der Selbstverwaltung und die Rojava-Revolution wurde als Frauenrevolution bekannt.

Die Errungenschaften dieser Revolution werden in Freiburg in der Ausstellung „Jin, Jiyan, Azadi“ vom 24.2. an im Demokratischen Kurdischen Verein , Kehler Str.29. 79108 Freiburg zu sehen sein.

Seit bewaffnete Gruppen der syrischen Übergangsregierung und verbündete Milizen in Gebiete der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens eingedrungen sind, hat sich die humanitäre Lage in der Region extrem verschärft. Vor allem Kurd*innen und diejenigen, die nicht mit den Dschihadisten kooperieren, werden auf grausame Art ins Visier genommen. Menschenrechtsverletzungen und gezielete Gewalt gegen Frauen – Feminizide – werden von IS-Kräften, der HTS und türkischen Milizen durchgeführt.

Die Stadt Kobane wurde umzingelt und die Strom -und Wasserversorgung unterbunden.

Die deutsche Bundesregierung hat dem Jihadisten Jolani 620 Mio Euro zugesichert und würde somit jihadistische Kräfte, die den Ausbruch von IS-Kämpfern aus den Gefängnissen unterstützt haben, finanzieren! Deutschland darf keinerlei politische Normalisierung oder Zusammenarbeit mit islamistischen Akteuren zulassen!

Kein Geld für Jolani und die syrische Übergangsregierung!

Die Demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien (DAANES) muss politisch anerkannt werden!

Die Frauenrevolution in Rojava steht für uns alle, die ein selbstbestimmtes, demokratisches und frauenbefreites Leben wünschen!

Jin, Jiyan, Azadi!

Samstag, 31.01.26 um 13:30 Uhr
Platz der Alten Synagoge
Freiburg

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Debanking Stoppen! Demo am 31. Januar in Freiburg https://nigra.noblogs.org/post/2026/01/29/debanking-stoppen-demo-am-31-januar-in-freiburg/ Thu, 29 Jan 2026 07:02:13 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=3865 Weiterlesen ]]>

Die Ortsgruppe der Roten Hilfe Freiburg ruft am Dezentralen bundesweiten Aktionstag zur Demo gegen die Kontenkündigungen von linken und anarchistischen Gruppe auf:

WEGEN TRUMPS TERRORLISTE? BANKEN KÜNDIGEN DER ROTEN HILFE

Fast schon als könne das viel zu ereignisreiche Jahr nur mit einer Steigerung des weltweit grassierenden Chaos aufhören, wurden der Deutschen Kommunistischen Partei, dem Anarchist Black Cross Dresden, der Roten Hilfe e. V. und weiteren Organisationen alle Bankkonten gekündigt. Darauf war die linke Bewegung in diesem Land nicht vorbereitet. Sonderlich überraschend ist es dennoch nicht.

Seit Jahren erleben wir weltweit die Zuspitzung von Konflikten, Verengung von Diskursräumen und Angriffe auf fortschrittliche Bewegungen. Das Mittel, das dieses Mal angewandt wurde, heißt „Debanking“. 

Wenig überraschend geht es bei den Kündigungen der besagten Konten um keine illegalen Aktivitäten, sondern um politische Gründe. Im Falle der DKP ging es um ihre Hilfe für die Menschen auf Kuba. Bei der Roten Hilfe geht es um die Unterstützung von Angeklagten im sogenannten „Budapest-Komplex“. Die angeblich dahinterstehende „Antifa Ost“ wurde im November durch die Vereinigten Staaten zur „Terror-organisation“ erklärt. Im vorauseilenden Gehorsam haben daher hiesige Banken die Geschäftsbeziehungen gekündigt. Dahinter steht die Angst, dass sie Probleme mit ihrem USA-Geschäft bekommen könnten. Im schlimmsten Fall droht ein Ausschluss vom sogenannten „SWIFT“-System, welches Banken Zahlungen über Staatsgrenzen hinweg ermöglicht.

Getroffen sind derzeit wenige, doch mehr stehen auf der Abschussliste der Vereinigten Staaten und Europäischer Union. Heute trifft es die Rote Hilfe – doch wer steht morgen im Visier, wenn dieser Trend ungebremst weitergeht? Wenn ultrarechte Bewegungen weiter an Einfluss gewinnen, könnten auch andere progressive Initiativen und marginalisierte Gruppen ins Fadenkreuz geraten. Man stelle sich vor, konservative Kräfte in den USA erklären etwa Schwangerenberatungsstellen oder queere Organisationen zu ›terroristischen‹ Feindbildern – würden hiesige Banken dann ebenso bereitwillig deren Konten kündigen?

Wenn wir zu lange zögern, könnte es zu spät sein.

Wir müssen bereits jetzt aktiv werden oder werden es morgen bereuen.

Wir rufen daher alle zivilen, politischen und gesellschaftlichen Kräfte in diesem Land dazu auf, „Debanking“ nicht hinzunehmen.

Die Zeit ist jetzt und es braucht Dich!

Werde aktiv und beteilige Dich am 31.01. auch in Freiburg. Wir müssen zusammenkommen und uns kennenlernen. Die jetzigen Angriffe werden nicht die letzten sein.

Daher Schluss mit Sanktionen und Debanking!

Rücknahme aller Kontokündigungen!

www.debankingstoppen.de

Rote Hilfe e.V. -Ortsgruppe Freiburg-

Was: Demonstration
Wann: Samstag, 31.Januar 2026
Uhrzeit: 16:00 Uhr
Wo: Platz der Alten Synagoge

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Auf dem CCC: Veranstaltung »Debanking und die Folgen für die Rote Hilfe e. V.« https://nigra.noblogs.org/post/2025/12/26/auf-dem-ccc-veranstaltung-debanking-und-die-folgen-fuer-die-rote-hilfe-e-v/ Fri, 26 Dec 2025 15:45:28 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=3857 Weiterlesen ]]>

Inzwischen scheint klar zu sein, dass das Trump-Regime über das SWIFT-System Druck auf die zwei Banken ausgeübt hat. Ich poste hier einen kurzen Beitrag von der Seite der Roten Hilfe. Wer auf dem CCC ist, sollte die Veranstaltung nicht verpassen.

Veranstaltung »Debanking und die Folgen für die Rote Hilfe e. V.«

27.12. | 18.00 Uhr | SoS Stage H | Chaos Communication Congress

Die Rote Hilfe hat, wie viele weitere linke Organisationen in den letzten Wochen auch, ihre Konten verloren. Politische Entscheidung der Trump-Administration führten dazu. Über das SWIFT-System kann die USA auch hierzulande bestimmen, wer ein Konto erhält, wer nicht und wessen Bankverbindung einseitig gekündigt werden muss. . Wir geben einen Überblick was warum bisher passiert ist, was die Folgen für uns sind, wie wir reagiert haben, wie es weiter geht und was IHR jetzt tun könnt.

Pressemitteilung: https://rote-hilfe.de/meldungen/kontokuendigung-wegen-antifa-banken-vollstrecken-us-politik-deutschland
Veranstaltungslink: https://events. ccc.de/congress/2025/hub/de/event/detail/debanking-und-die-folgen-fur-die-rote-hilfe-ev

Infotisch

Besucht uns auch an unserem Infotisch im Saal Y, 2. OG

Aktueller Pressespiegel

25.12.25, ANF News: Angriff auf linke Infrastrukturen in Deutschland mittels Debanking 
24.12.25, Perspektive Online: Angriff auf Antifaschismus: Konten der Roten Hilfe gekündigt
23.12.25, Süddeutsche Zeitung: Trumps langer Arm: Kein Konto mehr für linksextremen Verein
23.12.25, nd: »Die Zeiten werden härter« Die Rote Hilfe Berlin zu den Kündigungen all ihrer Konten durch Sparkasse und GLS-Bank
23.12.25, taz: Alle Konten gekündigt: Rote Hilfe droht das finanzielle Aus 

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Schafft mehr Rote Hilfe! Konten wieder her! https://nigra.noblogs.org/post/2025/12/23/schafft-mehr-rote-hilfe-konten-wieder-her/ Tue, 23 Dec 2025 20:51:22 +0000 https://nigra.noblogs.org/?p=3853 Weiterlesen ]]>

Nachdem in den letzten Tagen schon der DKP und dem ABC Dresden die Konten gekündigt wurden, trifft es nun die größte strömungsübergreifende Organisation in Deutschland, die Rote Hilfe: Sowohl die Sparkasse Göttingen wie auch die GLS kündigten ihr alle Konten.

Mir fällt es gerade noch schwer, das richtig einzuordnen und sicher bleibt erstmal abzuwarten, ob so etwas (vor Gericht?) Bestand haben wird, aber die Stichworte, die bei mir sofort aufploppen sind „vorauseilender Gehorsam“, „globale Faschisierung“ und „Banalitäten des Kapitalismus“.

Vorauseilender Gehorsam: Ohne Not (ja, klar wir kennen nicht die Vorgänge hinter der Bühne und wissen nicht, ob und welchen Druck die USA, die Bundesregierung und die Repressionsbehörden ausgeübt haben) wird einer legalen Organisation in Form eines eingetragenen Vereins das Konto gekündigt. Von zwei verschiedenen Banken. Und alle anderen angefragten Banken verweigern die Eröffnung eines neuen Kontos (siehe taz-Artikel am Ende des elften Absatzes)).

Globale Faschisierung: Dass eine globale Faschisierung im Gange ist, kann wohl kaum bestritten werden. Sie ist überall zu beobachten und sie macht mir Angst. Ich halte die Kündigung der Konten der RH, DKP und des ABC Dresden für einen Ausdruck dieser Faschisierung.

Banalitäten des Kapitalismus: Das globale Finanzsystem ist extrem abhängig von US- Unternehmen und US-Banken. Banken wie die Sparkasse Göttingen und die GLS sind trotz ihrer vermeintlich sozialen Ausrichtungen letztendes einfach nur Banken, die im Wettbewerb mit andern Konkurrent*innen liegen. Wenn nun z. B. PayPal (oder MasterCard Inc., Visa Inc.,…) Druck auf diese Banken ausübt („Hey, ihr kleinen unbedeutenden Groschenhändler, wir kappen euch von unserem tollen Service, wenn ihr nicht sofort diesen Terror-Gruppen die Konten kündigt!“), dann springen die halt, weil sie es sich nicht leisten können, nicht mehr in PayPals Service eingegliedert zu sein. Und wer hat PayPal mitgegründet? Der Buddy und Duz-Freund von Vance und Trump und Faschist Peter Thiel, womit wir wieder bei der Faschisierung wären.

Das sind jetzt erstmal meine ersten schnellen Gedanken dazu und ich hoffe, dass alle 19.000 Mitglieder der Roten Hilfe, alle DKPler*innen, alle ABCler*innen und überhaupt alle fortschrittlichen (ich hätte nicht gedacht, dass ich mal DKP und fortschrittlich in einem Satz schreiben würde…) Menschen mit ihren Gruppen, Orgas, Parteien und Banden so richtig auf die Kacke hauen werden! Denn es wird jetzt erst so richtig losgehen mit der Repression.

Gegen den Faschismus!
Schafft mehr Rote Hilfe!
Konten wieder her!
Für die befreite Gesellschaft!
Für die Anarchie!

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